Dieter Loerwald

 

1959 geboren im Sauerland

1979 Studium Plastisches Gestalten und Design an der FH Münster

1985 Diplom bei Professor Heinrich Brummack (Teilnehmer Dokumenta 8)

1986 Ehrendiplom NRW in Düsseldorf

1989 Creative Direktor bei Windi Winderlich Design Hamburg

1993 gründete Loerwald 180°, die Agentur für soziales Design. Seine 180°-Arbeitsmethode schließt alle Beteiligten gleichberechtigt in jede Phase des kreativen Schaffens ein. Dieser gemeinsame Prozess führt dazu, die gewohnten Rollen aufzulösen und die Kosten zu halbieren. Von 1993 bis 2012 entwickelte er durch 180° internationale Designkonzeptionen mit 22 Patenten.

1995 In Zusammenarbeit mit den Grauen Panthern und mehreren Seniorenheimen erarbeitete Loerwald das Projekt HUNDERTJA - ein Konzept für einen freien Sozialvertrag, der Menschen, die zu wenig Geld für eine würdige Altersversorgung besitzen, die Möglichkeit gibt, Zeitguthaben zu erwerben. Die Zeit, die sie in jungen Jahren investieren, um ältere Menschen zu unterstützen, können sie dann für die eigene Unterstützung im Alter einlösen.

1996 In Kooperation mit Professor Michael Lingner (Teinehmer Dokumenta 6) und der HfBK-Hamburg entsteht das Projekt SONNENROSE - Licht und Liebe an dunklen Orten: Alten-, Pflege- und andere soziale Einrichtungen der Stadt Hamburg verwandeln sich in Galerien und Ausstellungsräume. Durch das gemeinsame Kunsterleben von Bewohnern und Besuchern werden sie zu lebendigen Orten.

1998 Für den Landesbetrieb pflegen und wohnen Hamburg entwickelt Loerwald das Projekt ZWEITERRAUM zweiter Raum - weiter Raum, um immobilen Menschen aus Pflege, -Behinderteneinrichtungen und Familien einen zweiten Raum in ihrem Leben zu geben. Sie leben zeitweise in Wohnmobilen oder in umgestalteten Containern mit einseitig durchsichtigen Scheiben an erlebnisreichen Plätze. So nehmen Sie beobachtend teil, ohne gesehen zu werden und erfahren weitere Räume als in ihrem normalen Alltag.

1999 führt Loerwald in Hamburger Pflegeheimen empirische Untersuchung zum Wandel der subjektiven Wahrnehmung im Alter durch. Seine Erkenntnisse setzt er um in der künstlerischen und neuropsychologischen Gestaltung von Pflege-Einrichtungen für an Demenz erkrankte Menschen.

Ab 2002 entwickelte Loerwald den CCI (Corporate Character Illustrator), ein visuelles Gestaltungssystem nach den Erkenntnissen der Wahrnehmungspsychologie und ab 2007 den ViQ (Visual Questionnair), einen optischen Test, der Persönlichkeitsmerkmale anhand der Interpretation visueller Zeichen misst.

2010 überträgt Loerwald die Erkenntnisse des ViQ auf die subjektive Wahrnehmung von Kunst und Design.

Seit 2012 setzt Loerwald die Erkenntnisse des ViQ auch in seinen künstlerischen Arbeiten um. Seine vielschichtigen Kartonagen aus weißem Karton bieten dem Betrachter mehrere Deutungsmöglichkeiten. Je nach individueller Wahrnehmungspräferenz wird die Bildidee über wirklichkeitsabbildende oder wirklichkeitsdeutende Wege erfahren.

2013 entsteht sein Konzept der Sozialen Ästhetik, ein ethisches Preiskonzept zum Verkauf von Kunstwerken, das eine individuelle moralische Entscheidung mit Kunst verbindet und dadurch gesellschaftliche Randgruppen unterstützt. Siehe Soziale Ästhetik...

2014 Erste Einzelausstellung

2016 überträgt er seinen Grundgedanken der sozialen Ästhetik auf das Ausstellungskonzept 4TUNe. Als soziales Kunstprojekt verbindet es Unternehmen, Künstler, Käufer und gesellschaftliche Randgruppen miteinander. Siehe 4TUNe...

2017 Weitere Einzel -und Gruppenausstellungen